Erkenntnisse eines Nobelpreisträgers

Standard
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein
Advertisements

STAPPZ – ein wirklich gutes Update

Standard
Ich muss mal ein bisschen Werbung machen, diese App hat das wirklich verdient. Das letzte Update ist keine Facelift, sondern bietet ganz neue Funktionalitäten, die auf Anhieb begeistern.
STAPPZ Version 15 ist da
– Coole neue 3D Vector Reise Weltkarten (offline cached OpenStreetMaps) – für Reisen und Trips
– Offline caching von Stappz, Karten und deinen Pins – kein Datenroaming mehr im Ausland
– Premium Features
– Verbesserter Location Service
– Reactive Rating Feature
– Performance Verbesserungen
– Viele weitere Verbesserungen und Fehlerbehebungen
http://www.stappz.com
Wer STAPPZ noch nicht hat, aber ein Android Phone sollte sich das installieren.

Aus der Praxis – alles konfigurierbar oder was?

Standard
Komplizierte Fertigung- bzw. Planungsprozesse erfordern auch ein weitreichendes Controling unterstützt durch ein Informationssystem.
Das heißt, bei Statusänderungen einer Entwicklung müssen zuständige Verantwortliche über den veränderten Zustand eines Produkts / einer Software informiert werden.
Gleichzeitig ist eine automatische Überwachung von zu erreichenden Milestones bzgl. zu erledigender Tests / Lieferungen / Arbeiten / Freigaben zu gewährleisten, da sonst in der Folge vereinbarte interne Termine und Kundentermine aus dem Ruder laufen können.
Irgendwann wird eine solche Anforderung an die Entwickler einer Software-Lösung herangetragen und man fängt an diese Anforderung zu realisieren. Da dies nicht verborgen bleibt, gesellen sich im Laufe der Zeit weitere und spezifischere Kundenanforderungen dazu und das Benachrichtigungssystem wächst und wächst in seiner Komplexität.
Zu diesem Zeitpunkt wird das fest im Code verdrahtet umgesetzt (aus Gründen des geringen zur Verfügung stehenden Budgets und der erforderlichen schnellen Verfügbarkeit). Natürlich hat jede Teilanforderung ihre ganz eigenen Spezifika.
Da nun aber mit jeder weiteren spezifischen Realisierung immer mehr Begehrlichkeiten geweckt werden und da sich außerdem Teilumsetzungen auch immer wieder ändern, entsteht im Laufe der Zeit ein Code-Grab, dessen Handhabung innerhalb der Entwicklung nun schwierig wird. Als Folge davon steigt der Zeitaufwand für Fehlersuchen bzw. Änderungen immer mehr.
Nun ist der Zeitpunkt erreicht, ernsthaft über ein Redesign oder eine Neuprogrammierung des Benachrichtigungssystems nachzudenken. Da man nun alle diesbezüglich möglichen Kundenanforderungen kennt oder besser zu kennen glaubt, entsteht die Idee, ein flexibleres, konfigurierbares oder zumindest semi-konfigurierbares Benachrichtigungssystem zu entwickeln, dabei so viel wie möglich von außen parametrierbar zu machen, um spätere Code-Änderungen zu minimieren und einem geschulten Anwender die Möglichkeit zu geben, über die Parametrierung Benachrichtigungen zu ändern bzw. neue zu erstellen.
Nach Erstellung des neuen Konzepts wird flott realisiert und notwendige Ergänzungen werden integriert.
Das Problem bei der Sache ist aber, dass das alte System ja noch parallel laufen sprich funktionieren muss, das neue auf Herz und Nieren getestet werden muss und sich die beiden in dieser Zeit nicht in die Quere kommen dürfen und dies bei einer Vielzahl von Sonderfällen, die zu berücksichtigen sind. Trotzdem lässt es sich nicht immer vermeiden, dass mal die eine oder andere Benachrichtigungs-Email rausgeht obwohl sie es nicht sollte oder beim falschen Adressaten landet, was nicht immer zur Erheiterung der betreffenden Person beiträgt.
Viel Feinschliff und Nacharbeit bzw. Konzeptoptimierung ist während dieser Test- und anschließenden stückweisen Umstellungsphase notwendig. Dies bedingt oft auch viel Forschungsarbeit, warum es in einzelnen Fällen nicht so funktioniert wie konzipiert, parametriert bzw. programmiert. Der Komplexität des Themas sei’s geschuldet.
Spätestens hier fragt man sich, auf was man sich eingelassen hat und ob die vielen unterschiedlichen Anforderungen der Mitarbeiter in den einzelnen Abteilungen beim Kunden überhaupt unter einen Hut zu bringen sind.
Eigentlich ist doch alles viel zu kompliziert!

Work life balance – PR Gag ?

Standard
Unsere Zeit lebt von Schlagworten. „Work life balance“ ist auch so eines. Ich kann es nicht mehr hören.
Da kann man sich profilieren. Vor allem als Arbeitgeber. Man kann Menschenfreundlichkeit zeigen, Familienfreundlichkeit propagieren, seinen Marktwert bei der Arbeitnehmersuche steigern. Als PR Gag ganz gut. In Wirklichkeit: viele tolle Angebote, Flexibilität, die den Arbeitnehmer nur noch verfügbarer machen.
Als Arbeitnehmer kann man sich selbst loben, wie gut man das Leben im Griff hat.
Jeder redet davon. Aber jeder ist jederzeit erreichbar, muss erreichbar sein. Das Handy regiert einen, zwingt einen jede Benachrichtigung anzusehen, jeden Anruf anzunehmen. Day and Night. Bei großen Firmen gibt es da ein Umschwenken. Da werden dann ein paar Überschwinger gedämpft. Aber mal ehrlich, jeder Chef möchte doch möglichst viel von Haut und Haar seiner Mitarbeiter.
Dann hat man da auch noch viele, viele Termine, auch Private, an die man ständig erinnert wird. Das Leben ist ein Gehetze, auch in der sogenannten Freizeit, die der ambitionierte Mensch, der ständig in der Furcht lebt, etwas zu verpassen, dementsprechend gestaltet. Burnout vorprogrammiert.
Dann die ganzen Mails. Geschäftsaccount, Privataccount 1 bis n. Jedem muss man antworten. Soziale Netzwerke (inzwischen auch Kommunikationsweg in Firmen), Präsenz ist gefragt.
Eigene Netzwerke müssen gebildet (meist elektronisch) und gepflegt werden. Früher hieß das im Beruf Seilschaft und im Privaten Freundes- und Bekanntenkreis.
Da kann man auch schnell in die eigene Falle gehen, z.B., wenn man Home Office nutzt. Man neigt leicht dazu in der heimischen Umgebung einfach noch mal schnell was zu machen. Man verliert da auch mal gerne die Strukturierung des Tages. Das sage ich, auch wenn ich ein Verfechter der Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort bin. Hier zählt Verantwortung sich selbst gegenüber.
Was ist jetzt aber Work Life Balance wirklich. Vielleicht doch nur ganz einfach, ich muss arbeiten, um mein Leben finanzieren zu können. Die Arbeit sollte mir Spaß machen, das Arbeitsklima sollte stimmen, Gestaltungsfreiheiten sollten vorhanden sein. In der Freizeit kann ich andere schöne Dinge tun und muss mich nicht stressen lassen und kann ganz einfach den Akku aufladen. Nicht 24 Stunden am Tag an Geschäft und Karriere denken, einfach mal die Seele baumeln lassen (kann das noch jemand, ohne Kopfhörer und Musikberieselung und Animation?).
Ich denke, so einfach ist’s.
Provokante Frage am Ende: Trägt weniger Arbeitszeit und mehr Freizeit zu einer besseren WorkLife Balance bei oder macht es unser Leben nur getriebener?